Eine Reihe von Sachbüchern und Romanen, die sich mit dem Thema Beziehungstrauma befassen. Ich habe sie alle mit Gewinn gelesen und rezensiert.

Tobias Ruland

Intimität in Beziehungen ist schwierig, aber warum? Paartherapeut Tobias Ruland hat die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst: die Beziehungskiller verhindern, die 9 wichtigen Bausteine zusammensetzen und dann in 6 Stufen zur echten Intimität.

Amir Levine & Rachel S.F. Heller

Beziehungen, wo der eine Partner ängstlich und der andere Partner vermeidend ist, sind häufiger als man denkt und häufig auch zum Scheitern verurteilt. Nach der Beziehungskombination sicher-sicher ist die ängstlich-vermeidende Beziehungskombination die zweithäufigste Art, wie sich Paare finden. Warum ist die Kombination ängstlich-vermeidend so häufig? Aus der Sicht des Ängstlichen ist der Vermeider anziehend, weil er eine unwiderstehliche Kombination aus Autonomie und Verletzlichkeit ausstrahlt. Aus der Sicht des Vermeiders sind die Ängstlichen der ideale Partner, weil sie sich aus Angst vor Verlassenwerden alles gefallen lassen, was der Vermeider an Strategien so drauf hat.

Stefanie Stahl

Stefanie Stahl ist mit diesem Ratgeber zum Thema Bindungsangst und Selbstwertgefühl der große Wurf gelungen. Mit ihrem fünften Buch zu diesem Themenkomplex ist sie auf der Höhe der Zeit, betreibt eine sachkundige Analyse und hilft mit den besten und effektivsten Therapiemethoden, die auch eine lang anhaltende Wirkung versprechen. Besser ist nur noch Einzel- und Gruppentherapie.

Stefanie Stahl

Stefanie Stahls Klassiker Jein!: Bindungsängste erkennen und bewältigen. Hilfe für Betroffene und deren Partner (2008) zum Thema Bindungsangst ist inzwischen in der 12. Auflage und zu einem Standardwerk geworden. Nach sechs Jahren Praxiserfahrung und zahlreichen Seminaren zu diesem Thema ist das nun erschienene Buch „Vom Jein zum Ja“ eine gelungene Fortsetzung, das den Fokus mehr auf die Therapie als auf die Analyse legt.

Vivian Dittmar

Die fundamentale Botschaft (die zugleich so alt wie die Menschheit selbst ist), die die Seminarleiterin und Mutter von zwei Söhnen Vivian Dittmar uns nach Unabhängigkeit und Autonomie strebenden Individualisten in ihrem neuen Buch mitteilt, ist: »Wir brauchen andere Menschen, um glücklich zu sein.« Das klingt zunächst wenig verlockend, klingt im besten Fall nach Symbiose und naivem Gutmenschentum, im schlimmsten Fall nach der Hölle der Abhängigkeit, nach Beziehungssucht und Ohnmacht, nach Schwachheit und Beziehungstrauma.

Oskar Roehler

Für mich ist „Herkunft“ tatsächlich ein starkes, berührendes, erschütterndes Zeitdokument von großer poetischer Kraft. Ehrlich, zornig und schonungslos beschreibt Oskar Roehler fiktional die Geschichte seiner Familie vom Großvater über seine Eltern bis hin zu seiner Enkelgeneration, in der ich sehr viel von meinem eigenen Erleben wieder finden konnte.

Laurence Heller, Aline Lapierre

Neben den singulären Schockereignissen wie Unfall, Vergewaltigung und Krieg erzeugen auch subtile, kaum wahrnehmbare Ereignisse über einen längeren Zeitraum ein Entwicklungstrauma, die in der frühen, oft vorsprachlichen Entwicklung eines Menschen meist durch die engsten Bezugspersonen stattgefunden haben und die sich nachhaltig störend auf die Lebendigkeit und Lebenskraft eines Menschen auswirken. Das Buch »Einwicklungstrauma heilen« von den amerikanischen Psychologen Laurence Heller und Aline Lapierre wendet sich an alle Menschen, die sich immer wieder fremd in der Welt fühlen, das Gefühl haben, dass andere oder sie selbst immer wieder über ihre Grenzen gehen und die ihre Ohnmacht spüren angesichts des immer gleichen unglücklich machenden Beziehungsmusters, dass sie einfach nicht zu ändern in der Lage sind.

Peter A. Levine

Für alle Menschen, die einmal ein Erlebnis hatten, dass sie nicht verarbeiten konnten, hat Peter A. Levine mit „Somatic Experience (SE)“ eine revolutionäre neue Therapiemethode entwickelt, die den nächsten Entwicklungsschritt in der Behandlung mit Traumata einleitet. In „Sprache ohne Worte“ erzählt der Psychologe, Biologe und Physiker, wie er selbst durch einen Auto-Unfall traumatisiert wurde und aus eigenen Antrieb und mit Unterstützung einer freundlichen Passantin seine Schock-Starre überwinden und eine posttraumatische Belastungsstörung verhindern konnte. Aus diesem Erlebnis hat sich seine eigene Methode zur Trauma-Behandlung entwickelt.

Karl-Heinz Brisch

Nicht repräsentativen Umfragen zufolge leiden 40 Prozent der Menschen in Deutschland (und damit wahrscheinlich im gesamten westlichen Kulturkreis) an „Beziehungsstörungen“. Damit sind nicht temporäre atmosphärische Störungen wie nach einem Streit gemeint, sondern Störungen im primären, genetisch verankerten Bindungssystem des Menschen, dass im Säugling in gewisser biologischer Präformiertheit nach der Geburt aktiviert wird und im Bezug zur primären Bezugsperson eine überlebenssichernde Funktion hat.

Rainer Sachse

Schwierige Menschen begegnen dir überall. Neurotiker, Narzissten und Psychopathen machen dir das Leben schwer. Wie man mit diesen „Persönlichkeitsstörungen“ umgehen kann, vermittelt dieses wertvolle Buch. Der Psychiatrieprofessor Rainer Sachse geht davon aus, dass Persönlichkeitsstörungen auf Beziehungsstörungen basieren, die jeder Mensch mehr oder weniger hat, und holt damit uns alle aus der Pathologisierungsfalle raus.

Stefanie Stahl

Nach den Themen »Erkenne dich selbst« und »Beziehungsangst« nimmt sich Psychotherapeutin Stefanie Stahl das Urthema aller Menschen vor, nämlich das Selbstwertgefühl, das ja bekanntlich bei den meisten Menschen nicht in ausreichender Form (Minderwertigkeitskomplex) oder in kompensatorischer Form (Narzissmus) vorhanden ist. Auf beide Formen geht die Autorin ausführlich ein.