Foto: © Mi.la / photocase.com

Du bist mit 48 immer noch Single und gerätst immer an die/den Falschen? Du hast noch nie mit deinem Partner eine gemeinsame Wohnung bezogen? Du hälst es in keiner Beziehung länger als ein Jahr aus? Dann hast du nicht einfach nur Pech gehabt, sondern bist ein Beziehungsphobiker. Die Psychotherapeutin Stefanie Stahl hat über das von der Forschung kaum beachtete Gebiet ein Buch geschrieben, dass das Phänomen beschreibt und Hilfe für Betroffene und deren Partner bietet. Ich sprach mit ihr über Anzeichen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten…

Ein gängiges Klischee lautet, dass sich Psychologen ihr Spezialgebiet danach aussuchen, wo ihre Schwäche liegt. Sind Sie selbst beziehungsängstlich?

Nein, bin ich nicht, aber ich habe Erfahrung im Zusammensein mit solchen Menschen. Ich habe mich immer viel mit dem Thema Beziehungen beschäftigt, sowohl beruflich als auch privat. Mir ist das schon früh klar geworden, dass Beziehungsprobleme nicht selten etwas mit Bindungsvermeidung zu tun haben. 20 Jahre habe ich gebraucht, um herauszubekommen, worum es dabei eigentlich geht. Ich selbst würde mich als bindungssicheren Typen bezeichnen, habe aber in der Partnerschaft einen bindungsängstlichen Menschen kennen gelernt. Bei den unsicheren Typen unterscheide ich den anklammernden, den ängstlich-vermeidenden und den gleichgültig-vermeidenden Bindungstypen. Die These, dass sich Psychologen ihr Spezialgebiet nach ihren eigenen Schwächen aussuchen, kann ich nicht so bestätigen.

Eine lange glückliche Beziehung wünschen sich fast alle Menschen, aber bei sehr vielen klappt es einfach nicht. Manche verlieben sich anscheinend immer in die Falschen. Bei anderen zerbricht die Beziehung genau dann, wenn sie enger wird. Andere leben in einer Partnerschaft und fühlen sich trotzdem einsam und allein. Was läuft da schief?

Ein Partner, der unter Beziehungsängsten leidet, verunsichert den anderen Partner durch sein Verhalten. Der Beziehungsphobiker hält den Partner auf Distanz, so dass der das Gefühl hat, er müsste den Phobiker bei der Stange halten und ihn immer wieder neu erobern. Es kommt eigentlich nie der Zeitpunkt, wo man sich ruhig und sicher fühlt. Phobiker sind emotional und physisch nicht sehr stark präsent, sodass sich auf der anderen Seite leicht Gefühle von Einsamkeit und Unverbundenheit einstellen. Der Phobiker hat viele Strategien auf Distanz zu gehen, sei es durch Arbeitsüberlastung, intensiv gepflegte Hobbys, Affären etc. Er schaltet sich auch öfter mal einfach gedanklich ab und erscheint dann auch im Gespräch weit weg.

Woran erkennt man Bindungsängste überhaupt?

Es gibt eine Reihe von Anzeichen, woran der Partner erkennt, dass sein Gegenüber ein bindungsängstlicher Typ ist. Das Hauptgefühl ist, dass der Partner sich nicht wirklich einlässt auf die Beziehung. Der Phobiker lebt in einem »Jein«. Es gibt immer wieder Momente von Zweisamkeit und Nähe, auch von intensiver Nähe, aber der Partner kommt einem immer wieder abhanden. Der Phobiker braucht viele Freiräume wie Arbeit und Hobbys, möchte am liebsten immer woanders sein oder er hält seinen Partner durch Kritik und Streitereien auf Distanz. Grundsätzlich gibt es die drei Abwehrstrategien: 1. Flucht (Schlussmachen, Arbeit, Hobbys, Krankheit, Untreue, Dreiecksbeziehungen, sexuelle Zurückhaltung, Fernbeziehung, Gesprächsverweigerung) 2.Angriff (Aggression, Streit) und 3. Totstellreflex (emotional abgeschaltet, körperlich erstarrt).

Was sind typische Strategien von Bindungsängstlichen, um immer wieder Distanz zum Partner herzustellen?

Typische Strategien von Bindungsängstlichen sind die Maurer, die Jäger und der Prinz oder die Prinzessin. Der Maurer möchte die totale Kontrolle über Nähe und Distanz in der Beziehung. Er hat viele Hobbys und eine zeitintensive Arbeit und legt sich bei Verabredungen nie gern fest. Nähe stellt er nur her, wenn er es will. Der Maurer steckt die Grenzen ab und lässt den Partner am langen Arm emotional verhungern. Der Jäger sammelt Beziehungen und hat Affären. Mancher hat auch schon mehrere Ehen hinter sich gebracht. Typische Kennzeichen sind Charme, Umgänglichkeit und geringe Kränkbarkeit. Abfuhren, wenn sie nicht endgültig sind und Hindernisse spornen Jäger eher noch dazu an, ihren Jagdinstinkt auszuleben. Der Jäger verliert in dem Augenblick das Interesse, wenn er sein „Wild“ sicher hat und der/die Gejagte ernsthaftes Interesse an einer Beziehung hat. Der Prinz/die Prinzessin hat zwei Phasen in der Beziehung. In der ersten Phase erfolgt eine heftige Verliebtheit und eine hohe Idealisierung des Partners, in der zweiten Phase erfolgt die Abwertung und Demontage. Solche Menschen haben Schwierigkeiten, den Alltag und die Schwächen des Partners auszuhalten. Es wird genörgelt und kritisiert, enttäuscht wendet sich der Prinz/Die Prinzessin ab, weil sie sich wohl getäuscht hat und wendet sich der nächsten schicksalhaften Begegnung zu.

Welche Bindungsstile unterscheiden Sie?

Grundsätzlich unterscheidet man die sichere Bindung und die unsichere Bindung. Die unsichere Bindung wird in drei Kategorien unterteilt. Es gibt die anklammernde Bindung, die ängstlich-vermeidende und die gleichgültig-vermeidende Bindung. Die ersten beiden Arten sind durch ständige Angst gekennzeichnet, während bei der letzteren Art die Angst nicht so deutlich gespürt wird. Bei den Gleichgültigen herrscht im Bewusstsein eher Gefühl des Eingeengtseins und ein starker Freiheitsdrang vor. Die Bindungsvermeider haben in ihrer frühen Kindheit sehr desolate Erfahrungen mit ihrer Mutter gemacht. Sie haben sehr früh gelernt, alle inneren Gefühlsimpulse, die ihre frühesten Urängste von totaler Isolation und Verlassenheit auslösen könnten, aus ihrem Bewusstsein abzuspalten.

Der ängstlich-vermeidende Typ bekommt es mit der Angst zu tun, wenn es zu nah und zu eng wird. Der Gleichgültige spürt diese auch, aber er nimmt die Angst nicht so bewusst wahr, sondern verspürt eher einen Freiheitsdrang. Er bekommt klaustrophobische Zustände und Panik, wenn er sich vorstellen muss, ein Leben lang mit einem Partner zusammen zu sein. Wenn der ängstliche Vermeider jedoch wieder einen gewissen Abstand zum Partner erworben hat, z. B. auch durch eine Trennung, kann er dann wieder große Sehnsucht nach ihm empfinden. Dies ist auch eine Erklärung, warum es in bindungsängstlichen Beziehungen häufig zu Abbrüchen und Neuanfängen kommt.

Der gleichgültige Vermeider hingegen verspürt weniger Leidensdruck bei einer Trennung, manchen von ihnen kennen auch überhaupt nicht das Gefühl des Vermissens – so weit geht ihre Abspaltung von Emotionen. Dieser Typ kommt auch seltener in die Therapie, weil der Leidensdruck nicht so hoch ist. Ringt er sich doch mal dazu durch – und bricht die Therapie nicht vorzeitig ab – , dauert die Therapie in der Regel länger, weil die Traumatisierungen sehr weit zurückliegen, sehr stark waren und deshalb sehr stark abgewehrt wurden.

Was sind für Ursachen für die Beziehungsphobie? Produziert die moderne Leistungsgesellschaft Beziehungsphobiker?

Entscheidend sind die ersten Jahre in der Mutter-Kind Bindung. Wenn der Erziehungsstil sehr restriktiv ist, können sich Bindungsängste auch in späteren Jahren entwickeln. Von zentraler Bedeutung ist: Das Kind erfährt, dass es sehr nach den Erwartungen der Eltern funktionieren muss, um Zuwendung zu bekommen. Wenn das Kind wenig Sicherheit in den ersten zwei Lebensjahren erfährt (beispielsweise durch emotionale Ambivalenz der Eltern) und kein Urvertrauen entwickeln kann, wird das unsichere Lebensgefühl auch auf die Partner im Erwachsenenalter übertragen. Auch wenn die Mutter sehr vereinnahmend ist und das Kind mit ihrer Liebe erstickt, setzt das Kind auch später Liebe und Vereinnahmung gleich und hat das Gefühl, in dieser Liebe gefangen zu sein und sich nicht wehren zu können. Auch dauernder Streit und Auseinandersetzungen zwischen den Eltern können zu einem unsicheren Bindungsstil führen. Auch die ersten Beziehungen als junger Erwachsener sind noch sehr prägend, etwas wenn die erste große Liebe sich ohne große Erklärungen von einem trennt.

Auch wenn in den ersten zwei Lebensjahren alles gut verlaufen ist, kann es im Verlauf der weiteren Erziehung zu Problemen kommen, die im Erwachsenenalter zu Bindungsängsten führen können. Viele bindungsscheue Menschen beklagen, dass sie in ihrer Kindheit einem Übermaß an Kritik durch einen der beiden Elternteile ausgesetzt gewesen waren. Wenn sie nicht so funktionieren, wie die Eltern es wollten, gab es Stress. Sei es in Form von Liebesentzug, deutlich demonstrierter Enttäuschung, Nichtbeachtung, Gemecker, Demütigungen, Verboten, Schlägen oder andere Erziehungsmaßnahmen. Die Betroffenen beklagten sich fast ausnahmslos darüber, dass ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche nicht wahrgenommen wurden und sie sich nie verstanden fühlten. Ihr inneres Programm lautete: »Wenn ich will, dass du mich liebst, muss ich mich so verhalten, wie du mich haben willst.“ Die Kinder, die in ihren Bedürfnissen nach Selbstbestimmung sehr eingeschränkt wurden, können eine ausgesprochne Aversion gegen enge Beziehungen entwickeln, da sie diese unbewusst mit der Gängelei alter Kindheitstage gleichsetzen.

Gesellschaftliche Einflüsse spielen insofern eine Rolle, als das immer weniger Mütter oder Väter bereit sind, nur als Mutter und Hausfrau zu leben. Wirtschaftliche Gründe zwingen oftmals beide Elternteile dazu, nach der Geburt des Kindes so schnell wie möglich wieder eine Arbeit aufzunehmen. Insgesamt hat sich aber die Situation für Kinder eher verbessert als verschlechtert. Es besteht ein eindeutiger Trend, mit Kindern liebevoller und respektvoller umzugehen, als es noch vor 50 Jahren der Fall gewesen ist. Auch das pädagogische und psychologische Wissen über Kinder hat stark zugenommen. In unserer Gesellschaft ist heute kein großer Druck mehr, sich fest zu binden und zu heiraten. Auch Sex ist viel schneller verfügbar, so dass man auch hierfür keine feste Beziehung benötigt. Unsere heutige Gesellschaft erzeugt meiner Ansicht nach nicht mehr Bindungsängstliche, sondern gibt ihnen nur mehr Raum und lässt sie besser sichtbar werden.

Gibt es einen Unterschied zwischen Frauen und Männern?

Der gleichgültig-vermeidende Typus kommt häufiger bei Männern vor wie zum Beispiel der wortkarge Maurer. Insgesamt sind mehr Männer als Frauen betroffen, weil bei Männern die Mutterbeziehung eine gravierendere Rolle spielt. Auch heute ist es noch so, dass die Mütter die engere Bezugsperson für das Kind darstellen, und die kann natürlich bei einem Mann mehr Spuren für die spätere Beziehungsfähigkeit hinterlassen als bei einer Frau. Der Mann projiziert das, was er an Schädigungen mit seiner Mutter erlebt hat, auf seine spätere Partnerin, die Frau, sofern sie nicht lesbisch ist, projiziert ihre Mutterschädigung nicht zwangsläufig auf ihren männlichen Partner. Frauen sind von ihrer genetischen Disposition bemühter, soziale Kontakte herzustellen und sich mehr mit sich selbst und ihren Gefühlen auseinanderzusetzen. Frauenfreundschaften sind durch Reden und Gefühle austauschen geprägt, Männerfreundschaften mehr durch das gemeinsame Tun. Männern fällt es nach wie vor schwer, über sich selbst und ihre Gefühle zu reden. Frauen ist ein stärkeres Interesse an menschlichen Beziehungen angeboren: Das haben auch Tests mit Babys bewiesen: Man zeigte Babys Gesichter von Menschen, und die weiblichen Babys haben signifikant länger auf die Gesichter geschaut als männliche Babys.

Wie gehen Sie in der Therapie vor?

Eine Voraussetzung für einen Heilungserfolg in der Therapie ist, dass eine starke Motivation vorliegt, ein Bindungsverhalten zu verändern. Voraussetzung ist auch das Bemühen, sein eigenes Verhalten zu reflektieren, die Verantwortung für seine Gefühle zu übernehmen und nicht dem Partner oder den Umständen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Am schwierigsten sind die Gleichgültigen zu therapieren, weil diese wenig Zugang zu ihren Gefühlen haben. Die Abbruchquote ist bei den Gleichgültigen am höchsten, weil sie wenig Leidensdruck verspüren. Durch ihre blockierten Gefühle haben sie auch wenig Zugang zu sich selbst – sie sind sich selbst auch ein wenig egal. Oft haben solche frühkindlichen Störungen zur Folge, dass nicht genügend »Bindungshormone« produziert wurden und schlichtweg nicht genügend Synapsen im Gehirn verschaltet wurden, die ein sicheres Bindungsgefühl erzeugen können. Da ist es auf der therapeutischen Ebene besonders schwer, einen Heilungserfolg zu erzielen.Wichtig ist es, das innere verletzte Kind, das diese schwierigen Erlebnisse hatte, vom heutigen Erwachsenen zu trennen. Wenn es gelingt, dass der Erwachsene sein inneres Kind liebevoll an die Hand nimmt und ihm gut zuredet, dass Beziehungen nichts mehr Bedrohliches haben und er sich heute wehren kann und nicht mehr so ausgeliefert ist wie damals der Mutter, dann ist ein gutes Fundament für Vertrauen gelegt.

Was kann man tun, wenn man mit einem Beziehungsphobiker zusammen ist?

Partner geraten oft in einen Sog der Abhängigkeit, was sich aus der Beziehungsdynamik ergibt, da die Partner stark verunsichert sind. Deshalb ist es für sie wichtig, dass sie ein Gegengewicht zum Thema Beziehung schaffen. Sie sollten andere Lebensbereiche intensivieren und ihrem Leben neu hinzufügen, damit nicht nur der Beziehungsängstliche verantwortlich für ihr Lebensglück ist. Für den Beziehungsphobiker ist das Gift, wenn der Partner ständig etwas von ihm will. Dann kommt diese unglückliche Dynamik ins Spiel: Je mehr der Partner etwas von ihm will, desto mehr zieht der Beziehungsphobiker sich zurück. Andere Beschäftigungen, mit denen Partner Erfolgserlebnisse haben, sind sehr wichtig als Gegengewicht zu den Kränkungen, die sie in der Beziehung mit einem Phobiker oftmals erfahren. Wichtig ist, dass alles offen kommuniziert wird, dass der Phobiker weiß, woran er ist.

Gibt es Auswege zwischen dem Dilemma von Bindungsvermeidung und Bindungssehnsucht?

Bindungsängste haben ganz zentral etwas mit dem Umgang von Erwartungen zu tun. Bindungsängstliche Menschen sind sozusagen auch »Erwartungsphobiker«. Im Innersten sind sie überzeugt, sich den Erwartungen ihres Partners unterwerfen zu müssen, wenn sie geliebt werden wollen, was jedoch ihren Trotz und Widerstand provoziert. Als Kinder haben sie zumeist früh gelernt, die Stimmungen der Mutter zu erspüren, um sich dann so zu verhalten, dass sie Zuneigung erhalten oder dass es zumindest keinen Ärger gibt. Das Dilemma: Wenn die Erwachsenen sich später in der Partnerschaft nach den Erwartungen verhalten, haben sie gleichzeitig das Gefühl, sich selbst zu verraten. Nur wenn kein potentieller Erwartungsträger im Raum ist, fühlen sie sich wirklich frei. Sobald ein Partner ins Spiel kommt, fangen die Bindungsängstlichen an, um ihre Autonomie zu kämpfen und ihre Freiheit zu verteidigen. Das führt dazu, dass sie sich völlig übersteigert jeglicher Erwartung widersetzen. Das Paradoxe: Sie haben eigentlich den starken Impuls, die Erwartungen zu erfüllen, und gleichzeitig verweigern sie sich komplett, um sich nicht selbst zu verlieren. Das Gefühl, Verhandlungsspielräume zu besitzen und Kompromisse schließen zu können, ist den Beziehungsängstlichen nicht selbstverständlich.

Der Schlüssel zu einem gelasseneren Umgang mit Erwartungen liegt in der Verbesserung der Konfliktfähigkeit. Im ersten Schritt sollte man seine innere Aufmerksamkeit auf seine allergischen Reaktionen richten. Welche Erwartungen werden objektiv an mich gestellt, und welche Erwartungen vermute ich, projiziere ich in den Partner hinein? Welche Gedanken und Gefühle lösen solche tatsächlichen und erahnten Erwartungen in mir aus? Im zweiten Schritt steht die Arbeit mit dem inneren Kind und die Betrachtung der Situation vom Standpunkt des Erwachsenen. Der gute Erwachsene sollte dem inneren Kind begreiflich machen, dass es verhandeln darf und Einfluss nehmen kann. Das innere Kind muss lernen, dass es zwischen sich-verbiegen und totaler Selbstaufgabe auf der einen Seite und radikaler Kompromisslosigkeit auf der anderen Seite sehr viel Verhandlungsspielraum gibt.

Warum ist die Beziehungsphobie noch nicht in die Liste der Phobien aufgenommen (s. Wikipedia) und warum gibt es kaum Literatur darüber?

Dem Phänomen der Beziehungsphobie wurde bisher in der Wissenschaft kaum Beachtung geschenkt. Es gibt ganz viel Forschung über kindliches Bindungsverhalten (Kinder haben keine Bindungsängste) und ganz wenig über Bindungsängste im Erwachsenenalter. Meines Wissens gibt es außer meinem Buch kein deutschsprachiges Buch, das das Phänomen beschreibt und auch Erklärungen und Auswege bietet. In den 70er Jahren hat Wolfgang Schmidbauer ein Buch über die Angst vor Nähe geschrieben, dass aber zu akademisch daherkam, als das es in der Öffentlichkeit viel Beachtung gefunden hätte.

(Erschienen auf www.connection.de)

Buchtipps:
Stefanie Stahl: Jein!: Bindungsängste erkennen und bewältigen. Hilfe für Betroffene und deren Partner, 272 Seiten, Verlag: Ellert & Richter Verlag; Auflage: 3. (15. September 2008)
Stefanie Stahl: Leben kann auch einfach sein, So stärken Sie ihr Selbstwertgefühl, 272 Seiten, Verlag Ellert & Richter, 1. Auflage, 22. September 2011